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Blogbeitrag

Negative Einflussnahme durch Coaches

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Eine Medaille hat zwei Seiten

Coaching ist leider kein geschützter Begriff in Deutschland und so kann sich ein jeder zum Coach ernennen, der dies für richtig hält. Eine einheitliche Qualifikation bzw. einheitliche Ausbildungsstandards gibt es derzeit nicht. Daher ist Menschen, die sich durch Coaching Hilfe versprechen angeraten, gut zu prüfen, wem sie sich anvertrauen.

Auf dem Coaching-Markt, der in den 80er Jahren nahezu zu 100% auf den Business-Kontext bezogen und nur einer kleinen Zielgruppe zugänglich war, dem Top-Management, hat sich in den letzten 15 Jahren viel getan. Der Markt ist vielschichtiger und größer geworden. Das kann man durch einfache Recherchen im Internet sehr leicht überprüfen.

Während sich Coachingverbände und wissenschaftsorientierte Coaches bemühen, gemeinsame Standards zu entwickeln und die Coachingforschung voranzutreiben, gibt es parallel eine Fülle selbsternannter Coaches, die zu sämtlichen Lebensthemen die passende Lösung versprechen.

Erfolg, Liebe, Umsatz, Berufung, Heilung, Lernen, Stress, Kommunikation – die Coachingthemen sind vielseitig

Aber halten die Coaches auch das, was sie versprechen?

Die Anlässe einen Coach aufzusuchen, sind so vielseitig und individuell wie wir Menschen selbst. Und nahezu jeder Mensch kennt Zeiten in seinem Leben, wo er auf fremde Hilfe und Unterstützung angewiesen ist.

Derzeit scheint die Sinnsuche einen großen Stellenwert bei Menschen einzunehmen. Viele fragen sich, warum sie hier sind und was ihre wirkliche Bestimmung ist. Manche haben sich auf ihrem bisherigen Weg verloren und sehnen sich nach einem Neuanfang. Ob beruflich oder privat. Wieder andere fühlen sich ausgebrannt, innerlich leer und unglücklich. Und es scheint, als gäbe es für jedes Problem den passenden Coach.

Doch Vorsicht: in den sozialen Netzwerken wird geradezu der Finger kontinuierlich in die Wunde der Rezipienten gelegt, um durch entsprechendes Marketing Defizite zu betonen und mit der passenden Lösung zu winken. Schließlich weiß der Anbieter ganz genau, wie Erfolg, Liebe, Heilung, Gesundheit etc. funktionieren. Und er/sie vermitteln dieses Wissen gegen Geld. Es wird suggeriert: wenn du das tust, was ich getan habe (ohne Beleg dafür, dass dies auch der Realität entspricht), wirst du genau das erleben, was ich erlebe.

Diese manipulativen Kundenfangstrategien dienen meist nur einer Seite: dem Coach und seinem Umsatz. Wer selbst schon einmal in so eine Falle getappt ist, weiß, wie wenig bis gar nichts von dem eintrat, was zuvor so großspurig versprochen wurde. Und am Ende liegt es dann am Mindset des Coachees, das einfach noch nicht soweit ist.

Professionellen, wissenschaftsorientierten und gut ausgebildeten Coaches sind diese Vorgehensweisen ein Dorn im Auge. Haben diese den Markt überschwemmenden Coaches doch eher dafür gesorgt, dass der Begriff Coaching und seine Qualität gelitten haben.

Neben den sehr offensiven Playern im Coaching-Segment gibt es aber auch die subtileren Einflussnahmen durch Coaches. Und es muss klar sein: nicht jeder Coach weiß, was er tut. Aber er glaubt es zu wissen und nimmt sich das Recht heraus, andere Menschen zu beeinflussen.

Was ist negativer Einfluss durch Coaches?

Nehmen wir einmal an, eine Person hat eine für sich positive Erfahrung gemacht und sich dadurch positiv entwickelt und verändert. Das ist natürlich erst einmal etwas sehr Gutes.

Diese Person entschließt sich dann, einen Weg in der Beratung von Menschen einzuschlagen, die ein ähnliches Thema haben. Auch gut und nachvollziehbar.

Nun gibt es wie oben erwähnt keine Ausbildungsstandards für den Coaching Beruf. Viele professionelle und seriöse Coaches haben sich selbst auf den Weg gemacht und für ihre solide, umfangreiche Qualifikation gesorgt. Denn ähnlich wie in der Psychotherapie und in der Medizin ist es auch im Berufsbild Coaching unabdingbar, sich kontinuierlich weiter- und fortzubilden. Zumal sich die Erkenntnisse der Wissenschaft immer weiterentwickeln und jeder anspruchsvolle Coach neue Erkenntnisse beispielsweise aus der Psychologie, der Neurobiologie oder der Neuropsychologie für sich und seine Arbeit nutzen möchte, um die Effektivität zu steigern.

Es kann aber durchaus sein, dass sich eben auch eine Person ohne Vorqualifikation und entsprechende Vorbildung für ein Kurzwochenende zu einer Coaching-Methode anmeldet und diese dann in eigener Praxis ohne Vorerfahrung und psychologische Kenntnisse anwendet.

Die Wirksamkeit ist dahingestellt und einige Coaches kommen selbst dahinter, dass es meist mehr benötigt als ein paar Interventionstechniken. Es braucht vor allem das Wissen darüber, wann, wie und bei wem man welche Techniken einsetzt und wann nicht. Denn es finden auch Menschen in die Coaching-Praxis, die eventuell psychotherapeutische Hilfe benötigen. Das zu erkennen, erfordert ein Mindestmaß an Wissen der klinischen Psychologie. Und Selbstreflexion des Coaches.

Sympathie ist kein Garant für Professionalität

Sympathie ist sicher ein wichtiger Faktor im Coaching. Denn nicht zuletzt ist die Beziehung zwischen Coach und Coachee ein wesentlicher Wirkfaktor. Aber Sympathie reicht eben alleine nicht aus.

Es fällt auch hier wieder in sozialen Medien auf, wie Coaches ihre eigene Geschichte in den Fokus ihrer Beiträge rücken und bewusst oder unbewusst Einfluss nehmen (wollen). Indem sie ihre Geschichte immer wieder positiv beschreiben und insbesondere wie erfolgreich und leicht ihr Weg nun ist, erreichen sie teils labile und suchende EmpfängerInnen, die darin einen Strohhalm sehen.

Storytelling schafft vermeintliches Vertrauen

Es wird durch Storytelling erst einmal eine Community aufgebaut, die kostenlos an den positiven Erfahrungen teilhaben darf. Und es werden Sehnsüchte und Träume bedient, die wir alle kennen. Doch wenn man selbst gerade in einer labilen Phase des Lebens ist, kann man nicht unbedingt unterscheiden zwischen unterhaltsamen Beiträgen und ob dies, was da suggeriert wird, auch für einen selbst die Lösung sein muss.

Natürlich liegt die Verantwortung der Informationen mehrheitlich beim Empfänger. Doch durch die permanente Einflussnahme im sozialen Netz wird es zunehmend schwieriger für viele Menschen, ihren eigenen Kern wahrzunehmen. Das zu hinterfragen, was SIE wollen. Denn es entstehen automatisch Vergleiche. Und die Beiträge des bewunderten Menschen/des Coaches werden zu Idealen. So möchte man auch werden. So möchte man auch leben.

Wieviel Einflussnahme lassen wir zu? Und was ist die eigentliche Aufgabe eines Coaches?

Dieser Einflussnahme durch Coaches und andere Personen sind wir alle ausgesetzt. Doch die Frage ist, wie sehr wir uns dieser Einflussnahme hingeben und uns selbst dabei aus dem Blick verlieren.

Denn kurzum: ein Coach hat nicht den Job, seinen Klienten zu sagen oder zu suggerieren, was das Beste für sie ist. Er ist lediglich dazu da, den Wunsch nach Entwicklung und Steigerung der Lebensqualität zu unterstützen, indem er seinem Coachee hilft, die Lösung in sich selbst zu finden, Ressourcen zu aktivieren und neue Perspektiven einzunehmen.

Als Coach sind wir Begleiter, Katalysatoren, Motivatoren und Unterstützer. Wir sind keine Besserwisser und ein wichtiges Credo sollte lauten: meine eigene Wahrheit hat im Coaching-Prozess eines Klienten nichts zu suchen. Ich bewerte nicht. Ich höre aufmerksam zu. Ich rate zu nichts. Denn ich weiß, dass jedes Leben und dessen Verlauf völlig unterschiedlich ist. So wie wir alle mit unserer individuellen Wahrnehmung und der eigenen Brille diese Welt betrachten.

Klienten auf der Suche nach einem Coach für ihr aktuelles Thema sollten also gut hinsehen und hinhören und ein erstes kostenloses Gespräch nutzen, um sich ein Bild machen zu können.

Wenn mit manipulativen und suggestiven Worten und Geschichten gearbeitet wird, darf man hellhörig werden. Denn oftmals sind es „nur“ Geschichten, die einmal funktioniert haben oder sich gerade gut anfühlen, jedoch nicht versprechen oder garantieren können, dass dies für alle anderen gilt oder langfristig so bleibt.

Deshalb ist eine stringente Coaching Methode, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert und bei verschiedenen Fällen und Problemstellungen unterschiedlicher Menschen Wirkung gezeigt hat, ein wesentliches Instrument für ein effektives Coaching an sich und ein Faktor für nachhaltigen Erfolg des Coaches, der auch von Empfehlungen lebt.

Es bleibt das Fazit: Qualität setzt sich durch.

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